War das ein Wetterchen! Blauer Himmel, trockene Straßen, ein laues Lüftchen – da schlägt das Bikerherz höher!

So ging es bestens gelaunt auf unsere Biketour August, die uns zum Möhnesee führen sollte. Überpünktlich fand sich der Teilnehmer mit der weitesten Anreise auf dem Hof ein, aber auch noch gerade so in der Zeit tauchten die Siegener auf ;-)

Nur die Kreuztaler zogen es vor, den Tag Richtung Rhein zu starten, obwohl sie eigentlich ihre Teilnahme zugesagt hatten. Pöh, dann eben mit vier Mopeds unterwegs, statt mit fünf, sechs oder mehr …..

Was mich besonders freut – und dafür nochmal ein ganz dickes, herzliches Dankeschön an Oliver! – ist die Tatsache, dass es mit der geplanten Überraschung für die Teilnehmer geklappt hat! Was die Überraschung war? Ganz einfach – die schönen Fahrbilder, die nun kommen:

330_16.08.09_13.54_UhrPeter auf seiner VFR in voller Fahrt

285_16.08.09_13.48_Uhr(2)Anke mit ihrer RR in rasanter Kurvenlage

271_16.08.09_13.48_UhrHarald mit seinem 1100 “Eisenschwein”

305_16.08.09_13.54_Uhr Und Petra mit dem Mäxchen

Alle Fotos vom “Meister der Kurvenfotografie” und zu sehen (unter anderem) auf www.kurvenbilder.de   ;-)

Durch die wunderschöne Landschaft des Sauerlandes ging es zuerst Richtung Fretter und dann weiter gen Eslohe. Weite Ausblicke über sattgrüne Wiesen, intakte Straßen mit wenig Verkehr – was will man mehr? 01

03 Doch was war das? Hatten wir uns verfahren? Warum befanden wir uns plötzlich auf dem Weg “Zur Ostzone”? ;-)

Da musste doch erstmal ein Raucherpäuschen eingelegt werden!

Und weiter ging es über geschwungene Pfade auf Sundern zu.
Hätten wir hier mehr Pausen gemacht, so hätten wir zwei Sehenswürdigkeiten der Sundener Umgebung besichtigen können:
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kloster

Kloster Brunnen: Inmitten der Sauerländer Wälder idyllisch gelegen, wird es oft “das sauerländische Kleinod” genannt. Es gehört sicher zu den geschichtsträchtigsten Orten der Region. Einer Sage nach soll durch das Wasser der dortigen Quelle ein Wunder geschehen sein. Ursprünglich eine Heilquelle mit Eremitenhöhle und dem ältesten Badehaus des Sauerlands, entwickelte sich dieser Ort zur Vikarie und Zwergenschule bishin zum Kapuiznerkloster. Heute befindet sich das Diözesanzentrum der KJG im Erzbistum Paderborn in den alten Klostermauern. Als Pilgerstätte hat Kloster Brunnen noch heute einen bedeutenden Wert. (Quelle: www.sundern-endorf.de)

Ebenfalls zu Sundern gehört die Burg Hachen. Mit der Burgruine hat Hachen einen der bedeutendsten Dynastien-Sitze des Mittelalters in die Neuzeit gerettet. Welche Kulisse für ein ritterliches Burgfest, welches deshalb auch alle zwei Jahre hier stattfindet! Auf dem Weg zur Bergspitze werden dann mittelalterliche Stände mit Getränken und Essen aufgebaut. Der Eintritt zum Fest ist kostenfrei. Familienfreundliche Preise kommen dem Erhalt der Burg zugute. Der Tag beginnt mit einer lateinischen Messe um 10 Uhr. Bis 17 Uhr gibt es dann stündlich Vorführungen von Rittern und Gauklern.
Um 18 Uhr wird die Burg gestürmt. Im Lager wird nach überlieferten Rezepten aus der Mittelalterküche gekocht. Außerdem wird gestickt, gesponnen, gewebt und es werden Gewänder genäht.
Das Gründungsdatum der Burg ist nicht mehr bekannt. Sie gehörte seinerzeit zu den bedeutungsvollsten Burgen Westfalens. Genauso wie ihr Gründungsdatum ist auch der Untergang der Burg nicht überliefert. 1839 fiel sie in den Besitz der Gemeinde Hachen. (Quelle: www.sauerlandkurier.de/archiv/2007-05-13)

09 Weiter ging es zum Tagesziel, der Möhnetalsperre, und dem American Café Geronimo´s.
Am liebsten wären wir alle in den See hinein gehoppst, zumal erstaunlich wenig Betrieb am Ufer war. Na ja, ist halt alles riesig dort!
Das Geronimo´s erwartete uns bereits mit einem zahlenmäßig starkem Aufgebot an Motorrädern vor dem Gebäude. Es gab wieder viel zu gucken, zu fachsimpeln, zu prötteln und zu staunen. Sehen und gesehen werden …….. geronimo01a
05 Halbwegs schattig ergatterten wir noch einen Tisch unter Bäumen und orderten erstmal was zum “zischen”! Schwitzen macht durstig und Kaffee, Wasser und Apfelschorle laben durstige Kehlen.
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Und da Hunger unwirsch macht, schaut man VOR dem Essen etwas grimmig …….

…. in Erwartung des Essens werden die Gesichtszüge dann schon etwas weicher und der Blick hoffnungsvoll versonnen ………

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…. und NACH der Nahrungsaufnahme ist das Leben wieder bunt und schön!

Die Möhnetalsperre wurde zur Niedrigwasseraufhöhung, zum Hochwasserschutz und zur Stromerzeugung aus Wasserkraft gebaut. Die Regulation des Wasserstands der Ruhr garantiert eine gleichmäßige Versorgung des Ruhrgebiets mit Trinkwasser. Betreiber der Talsperre ist der Ruhrverband.

Neben der Rurtalsperre und dem Biggesee zählt sie zu den größten Stauseen in Nordrhein-Westfalen, und der sie umgebende Arnsberger Wald ist vor allem für Menschen aus dem Ruhrgebiet ein bedeutendes Naherholungsgebiete. Daher gibt es ein umfangreiches wassersportliches Angebot sowie jährlich einen großen Triathlonwettbewerb.

Der Möhnesee, dessen Fassungsvermögen rund 134,5 Millionen m³ (oder t) Wasser umfasst, ist mit seinen vier Becken über 10 km lang, an der tiefsten Stelle bei Vollstau im Sperrmauerbecken zwischen Linkturm und Sperrmauer 36 m tief und rund 1016 ha groß.

Die Seeregion ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Der Hevearm im Süden des Möhnesees und der Einlauf der Möhne in den See sind Naturschutzgebiete. Ein Großteil des Sees ist zudem auch als FFH-Gebiet gemeldet worden. 

Die Möhnetalsperre wurde in den Jahren 1908 bis 1913 erbaut und am 12. Juli 1913 vom Ruhrtalsperrenverein eingeweiht. Im Jahr der Einweihung war die Talsperre die größte Stauanlage in Europa.

Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch einen britischen Bombenangriff zerstört. Der Wiederaufbau der Staumauer unter einem Aufgebot von mehreren tausend Arbeitskräften rund um die Uhr und unter Verwendung der ursprünglichen Baumaterialien wurde, trotz der damals sehr angespannten allgemeinen Material- und Kräftelage, unmittelbar nach der Zerstörung eingeleitet und konnte schon am 3. Oktober 1943 mit dem Auftragen der Fahrbahndecke auf der Dammkrone abgeschlossen werden. Der schnelle Fortgang der Arbeiten wurde schließlich auch durch die Nazi-Propaganda ausgenutzt, um der kriegsmüden Bevölkerung zumindest kleine Erfolge vorzuführen. Der Einfluss des Angriffes auf die Kriegswirtschaft des Ruhrgebietes war jedoch nicht so nachhaltig ausgefallen, wie von den Alliierten ursprünglich erhofft. Sie griffen die Großbaustelle bzw. die dann fertiggestellte Staumauer bis Kriegsende nicht mehr an.

Wie bei vielen anderen Stauseen finden sich unterhalb der Wasseroberfläche Relikte aus vergangenen Tagen. (Quelle: wikipedia.de)

 

Gut gestärkt und bestens gelaunt ging es zurück Richtung Heimat. Da es schon spät war, wollte ich eigentlich durchfahren, hatte aber die Rechnung ohne das Schnuckmaul Peter gemacht, dem der Sinn plötzlich nach Eis stand!  10
Also wurde ein Zwischenstopp am Sorpesee eingelegt.
Peter bekam sein Eis – und wir konnten sogar noch ein paar skurile Schätzchen am Straßenrand entdecken.
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Es war ein schöner Tag, eine schöne Strecke, eine super Atmosphäre! Hey, Ihr wart tolle Mitfahrer, vielen Dank! Hoffentlich wird unsere nächste Tour im September auch wieder so schön und Ihr seid alle wieder mit dabei – und vielleicht noch ein paar mehr?!

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