Für Hunde: Neue Operationsmethode bei Cauda equina
Mittelgroße und große Hunderassen leiden, wenn sie älter werden, nicht selten unter schmerzhaften Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule, meist im Übergang vom letzten Lenden- zum ersten Kreuzwirbel. Besonders häufig betroffen ist der Deutsche Schäferhund.
Bei Hunden dieser oder weiterer großer Rassen kommt es zu einer Instabilität in den Wirbelbogengelenken der Lenden- und Kreuzbeinwirbelsäule. Diese wird oft mittels einer operativen Zusammenführung der Wirbel behandelt, was allerdings zu einer völligen Versteifung führt.
Eine neue Operationsmethode, die so genannte minimalinvasive transiliale Vertebralverblockung (MTV), verspricht hier die Behebung der Instabilität der Wirbelbogengelenke ohne Einschränkung der Beweglichkeit.

In einer ersten Studie operierten Fachleute der Tierärztlichen Klinik für Kleintiere in Lüneburg 33 Hunde mit Bandscheibenvorfällen verschiedenen Grades mit der neuen Methode. Ab einem bestimmten Grad der Bandscheibenveränderung (ab 50 Prozent) setzten sie die MTV zusätzlich zu anderen Methoden ein.
Mit den Ergebnissen zeigte sich die Forschergruppe in beiden Fällen
zufrieden. Prof. Leo Brunnberg von der Kleintierklinik in Berlin ist
skeptischer. Für sinnvoll erachtet er die MTV-Operation zur Behandlung eines Gleitwirbels. Er weist jedoch auf die Komplexität des Cauda equina-Syndroms hin ­ je nach Diagnose, müsse die Behandlung entsprechend differenziert ausfallen.

Quelle: "Vetimpulse"
http://www.tiergesundheit-aktuell.de/kleintiere/aktuelles-552.php?seite

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