Gestatten: Louis Bär vom Wolfshorn, der Halbstarke, der am vergangenen Samstag das erste Mal das Bein gehoben hat! Ich bin aber der Meinung, es kann sich hierbei nur um einen Irrtum
handeln, denn auf drei Beinen steht es sich recht instabil. Aber trainieren wollte ich dann doch auch nicht mehr an diesem Tag, wer weiß, was da noch sonst so alles passiert!

Ich bin schnell, beweglich, jung, ein wenig tappsig, spiele schon gern den Starken und hab´ manchmal doch mehr Angst vor allem, als ich zugeben will. Wo Teddy und Lars, die Labradore, schnüffeln wollen, das kann ich auch interessant finden.

Was die Großen fressen, das kann und will ich auch, ist doch logisch, allerdings am besten immer als erster, es könnte ja was abhanden kommen. Bevor ich fress´ muss ich stets schauen, was die anderen haben, es könnte ja was besseres sein, und ich will ja schließlich eigentlich am liebsten als erster haben.

Und wenn was geworfen wird, dann sammel ich alles ein, weiß aber anschließend nicht mehr, wo ich es hingetan hab. Wie ein Eichhörnchen halt.

louis1Dreck lasse ich nicht aus, in der Scheiße muss ich mich rollen, sonst ist ein Gassi nicht interessant. City- Gassis vermeide ich, wenn ich kann, und bleibe lieber im Auto.

Kleinere Hunde sind mir ein Rätsel. Hochmotiviert und aktiv rolle ich meinen Wedel hoch in die Luft. Man könnte etwas dran hängen.

Quer durch den Wald ist am besten, Wege sind nur für Anfänger. Pfote gebe ich bei Menschen mit Vorliebe, es könnte ja belohnt werden. Den Sitz-Befehl nehme ich in meinem Alter nicht so genau, hinlegen ist viel besser. Schnarchen ist Trumpf. Am liebsten bei den beiden anderen liegen und so tun, als ob das eigene Zuhause nicht existiert. Dann muss ich morgens auch schon mal heulen wie ein Wolf.

Gelegentlich muss ich zum Herrchen gehen und den schweren Kopf ablegen.

Ich spiel´ auch nicht mit Stoffpuppen, sondern mit lebendigen Tieren, die im Haushalt leben.

louis2Der größte "Joul" kam, als endlich der Sprung über den Zaun in den Gartenteich im Sommer gelungen ist. Ich kam einfach rückwärts nicht mehr raus.

Hundehütten im Garten sind unnötig, ich bin hart und bleib´ im Regen liegen oder sogar im Schnee. Sauberes Fell ist was für
Anfänger.

Hündinnen riechen zwar gut, aber das Theater, was die Labradore
da machen und die Hektik …. das versteh´ ich (noch) nicht.

Aufgeschichtetes Holz muss verteilt werden, stehengelassene
Lebensmittel oder Leckeres sollte gestohlen werden. Ach ja – und dann noch Löcher graben im Garten, wenn einem so die Langeweile überkommt.

Und wenn geschimpft wird oder sich der Umgangston ändert – dann wird der Heckturboantrieb abrupt aktiviert und ich verpiss´ mich möglichst eilig, ich zieh´ dann auch die Ohren ein – besser: man ist gar nicht da.

Durch die Haustür morgens muss ich als erster, ich könnte ja was verpassen, und auch als erster ins Auto muss ich, weil es geht auf die Hundewiese.

Und überhaupt lässt sich alles auf einen Nenner bringen: Der Wichtigste auf diesem bescheiden kleinen Erdball ist nur einer: Ich, LOUIS, der HSH!

louis3 (übermittelt durch Loius´ Herrchen Peter Amtenbrink)

1 Kommentar

  1. Hervard
    geschrieben am 9. Juli 2010 um 09:40 Uhr| Permalink

    “City- Gassis vermeide ich, wenn ich kann, und bleibe lieber im Auto…”
    wo man mich dann bisweilen ersticken lässt, Herr Amtenbrink.

    IG Dogs & Rain, Köln

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