Am letzten Maiwochenende wurde die huette_sommerWinterberg-Wanderung nachgeholt, die letztes Jahr buchstäblich ins (Regen-)Wasser gefallen war. Knapp ein Dutzend Wanderfreunde mit ebenso vielen Hunden trafen sich um 11 Uhr an der Ruhrquellenhütte, um auf die ca. 10 km lange Strecke zu gehen.

Diesmal stimmte das Wetter! Bei strahlendem Sonnenschein und, Dank der Höhenlage von Winterberg, moderaten Temperaturen, verhieß es ein schöner Tag zu werden. Gleich zu Beginn der Runde trafen wir auf die Infohütten der heimischen Holzindustrie, die allesamt mit diversen Schwebe- und Hängebrücken verbunden sind. Für unsere Hunde (und manchen Mitwanderer, nicht wahr, Susanne?) eine echte Herausforderung und tolle “Mutprobe”, die mit Bravour bestanden wurde! Und dann standen wir auch schon an der Ruhrquelle. Na ja, bei Arko muss man wohl er sagen, er lag drin ;-)

winterberg1 Viel Wasser gab es hier auch nicht, aber zum Schlabbern und Kühlen reichte es. winterberg2

“Die Ruhrquelle ist der Ursprung der Ruhr, eines 221 km langen Nebenflusses des Rheins. Sie befindet sich im nordöstlichen Teil des Rothaargebirges etwa 3 km nordöstlich von Winterberg am Nordosthang des 695,7 m hohen Ruhrkopfs. Die Ruhr entspringt einem nur wenige Quadratmeter großen, sumpfig-morastigen Gebiet im Wald, das unter Naturschutz steht. Etwa 20 m unterhalb der Quelle befindet sich ein im Jahre 1980 restauriertes Rondell (666,5 m ü. NN), an dem ein Gedenkstein errichtet wurde. Der Stein erinnert sowohl an ihre erstmalige steinerne Einfassung von 1849 als auch an das Hundertjahresjubiläum von 1949. Die Ruhrquelle hat im Durchschnitt eine Ergiebigkeit von 2500 Litern pro Stunde.

Die 217 Kilometer von der Ruhrquelle bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg-Ruhrort kann man auf dem Ruhrhöhenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins bewandern oder auf dem RuhrtalRadweg erradeln, die beide hier starten.” (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrquelle)

Dann ging es weiter durch wirklich schöne  Natur, sattgrüne winterberg3Laubwälder, mal mehr, mal weniger sanfte Steigungen bergauf und bergab. Anfangs traf man noch auf weitere Wanderer und es entstand der Eindruck, dass statt einsamer Wege doch vielleicht eher Wander-Autobahnen absolviert werden würden. Doch das traf – zum Glück! – absolut nicht zu.

 

Kurz vor Elkeringhausen tauchte vor uns plötzlich eine imposante Anlage auf – die Bildungsstätte St. Bonifatius. 1929 wurde sie als Religionshochschule gegründet, dieser Name wurde aber 1938 auf Anweisung der Gestapo verboten. Von 1946 bis 1963 war sie “Seelsorgerinnen-Seminar” und widmete sich der Aus- und Fortbildung von Seelsorgehelfern. 1955 wurde die Einrichtung als Heimvolkshochschule durch das Kultusministerium des Landes NRW anerkannt. 1964 übernahm die Erzdiözese Paderborn die Trägerschaft über die Bildungsstätte St. Bonifatius.

Zur Anlage gehört auch einwinterberg5kleines Freigehege mit Ziegen und Eseln, von denen unsere Hunde mindestens so begeistert waren wie die vierbeinigen Bewohner von uns.
”Zielgruppen der religiös-theologischen Bildungsarbeit waren vor allem Priester, Ordensmitglieder, ReligionslehrerInnen. Dazu kamen Schulendtage und religiöse Fortbildungswochen für Bundesgrenzschutz- und Polizeibeamte.  Im Jahr 2009 feierte die Bildungsstätte ihr 80-winterberg4 jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und der Einweihung des neuen `Pilgerhaus am Rothaarsteig´. Gleichzeitig fand zum ersten Mal die Zelt-Kirchen-Zeit von Ostern bis Oktober statt. Mit dem Titel „Zelt-Kirchen-Zeit“ verbinden wir vor allem auch eine Form von bewegter Christenheit und offener Kirche, die die Herzen der Menschen berührt und Raum bietet für das tägliche Leben.” (Quelle: http://www.bst-bonifatius.de/wir-ueber-uns/geschichte.html)

Weiter ging es zum “Bodensee”! Bodensee? winterberg6 Ist der nicht ganz woanders? Sind wir soooo weit gewandert? ;-) Nein, nein! Winterberg hat seinen eigenen Bodensee – und den nutzten unsere Hunde gern zum Bad. Da konnte man schon neidisch werden, denn außerhalb schattiger Areale brannte die Sonne mittlerweile doch ganz schön. Und manch´ ein Zweibeiner wäre in diesem Augenblick bestimmt gern den Hunden hinterher gesprungen ….. Alternativ blieb dann nur ein kurzes Verschnaufen unter schattenspendenden Bäumen, doch auch der weitere Wegverlauf schützte uns vor intensiver Bestrahlung von oben.

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Der weitere Routenverlauf führte in eine absolut traumhafte Region, die sehr an die Schluchten und Schlängelpfade des Schwarzwalds erinnerte. Wir wanderten auf dem “Brücken- und Schluchtenpfad”, einem der Themenwege in den Winterberger Wäldern!

“Einzigartiges Naturschauspiel ist der Winterberger Brücken- und Schluchtenpfad. Schroffe, steil aufsteigende Felswände mit wild anmutender Vegetation, Wasserfällen und Bachläufen voll bizarrer Schönheit erwarten den Gast. Er fühlt sich versetzt in ein weit abgelegenes Hochgebirgstal. Unberührt von menschlichen Eingriffen ist und bleibt dieser Teil des Naturparks Rothaargebirge wie Mutter Natur ihn geschaffen hat.” (Quelle: www.winterberg.de)

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Heraus aus diesem Schluchtengebiet führte eine mehrwinklige, steile Naturtreppen-Konstruktion, die mit ihren unterschiedlich hohen Stiegen noch einmal eine echte Herausforderung für uns alle darstellte. Wohl jeder war froh, als die letzte Stufe erklommen war, und es hieß: “Nun nur noch eine gute halbe Stunde über Wege und Wiesen bis zur Hütte zurück!”

Nach gut drei Stunden Wanderzeit trafen wir wieder am Ausgangspunkt ein, wo die Sonnenwärme durch einen recht starken Wind deutlich gemildert wurde. Bei einem leckeren Essen und etlichen Litern kalter Getränke sammelten wir neue Kräfte.

Es war eine rundum schöne Wanderung, für welche unseren Organisatoren vor Ort – Veronika, Felix, Renaldo und Lasko – ein herzliches Dankeschön gebührt. Es war ein toller Tag!

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