Seit Monaten schwärmt Hartmut von “Geocaching”, so auch letztens beim Essen. Alles klang ziemlich mysteriös – und so richtig vorstellen, worum es da eigentlich geht, konnte ich es mir nicht. Aber, na ja, man konnte ja mal googeln …..
Das tat ich dann nach Hause zurückgekehrt auch, und was ich fand, klang ziemlich spannend, obwohl ich es noch immer nicht richtig verstand. Manchmal dauert es eben ein wenig länger mit dem Begreifen
”Ausgestattet mit einem Global Positioning System (GPS)-Empfänger und den Koordinaten eines "Schatzes" aus dem Internet kann man die Schätze finden, die jemand anderes an ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat.” So war es auf der deutschen Seite www.geocaching.de zu lesen. Aha, machte mich zuerst auch nicht schlauer, also weiterlesen:
“Die Internetseite www.geocaching.de ist eine Startseite für deutschsprachige Geocacher. Sie gibt eine Einführung in das Hobby Geocaching und beschäftigt sich mit spezifisch deutschen Geocaching-Aspekten. Diese Internetseite soll nicht die datenbankführenden Geocaching-Seiten wie z.B. www.opencaching.de, www.Geocaching.com oder www.Navicache.com ersetzen, sondern durch seine interaktive Karte sinnvoll ergänzen.”
Ich studierte daher auch die anderen angegebenen Seiten – und langsam leckte ich Blut! Ich wollte auch einen Schatz entdecken und dank des kostenlosen App´s “Groundspeak Geocaching Intro” fürs iphone konnte es bald losgehen.
| Im Prinzip kann man das ganze Geschehen zusammenfassen zu: Es wird an einer vorgegebenen GPS-Position irgendwo irgendwas gesucht. Wo und was genau, das weiß kein Mensch (außer dem, der es versteckt hat!). |
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Und deshalb sieht es dann anfangs so aus: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht! Und irgendwo liegt der “Schatz”!
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Der kann sich überall befinden – unter Wurzeln, hinter Bäumen, unter Sträuchern, an oder auf Bäumen. Es wird halt etwas gesucht, von dem man letztlich aber nicht weiß, welche Form, welche Farbe, welche Größe. |
Es gibt aber zumindest kleine Hinweise, ob der “Schatz” sehr klein oder etwas größer ist, ob gut zugänglich oder schwieriger zu finden. Auch helfen die abrufbaren Logbuch-Einträge früherer Finder manchmal mit kleinen Tipps oder Randbemerkungen.
Die Hunde waren zuerst einmal begeistert, dass es zum Spaziergang ging. Dann aber guckten sie recht verwundert, was die Menschen denn jetzt taten. Mit GPS-Empfänger oder, wie in meinem Fall, mit dem iphone in der Hand, wurde losmarschiert und die Annäherung ans Ziel verfolgt. Und dann wurde gesucht! Blick nach oben, Blick nach unten, und zwischendurch auch mal auf allen Vieren auf dem Boden kriechend. Skepsis und Verständnislosigkeit in Hundeaugen: “Die Menschen fangen jetzt auch an zu schnüffeln? Die werden doch nicht übergeschnappt sein? Aber, ok, machen wir mit!”
| Ein orientierender Blick in die Runde ist nie verkehrt! Guter Überblick und halbwegs koordiniertes Vorgehen sollte der Mensch vom Hund lernen können. Auch sollte sichergestellt werden, dass keine Such-Konkurrenten am Start sind. |
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Dann Nase runter und losschnüffeln, zumindest für die Vierbeiner. Die erweisen sich aber als gute Anzeiger, denn sie reagieren sofort, wenn ich in Regionen komme, wo offenbar mehrere Sucher vorher waren. |
| Und da Frauchen angestrengt sucht, sucht Vierbeiner, wie hier Jazz, ausgiebig mit. Ob wir allerdings wirklich beide das Gleiche suchen, sei mal bezweifelnd in den Raum gestellt. |
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Auch Lolle ist begeistert bei der Sache und findet dies neue, mit allen Familienmitgliedern gleichzeitig betriebene Suchspiel super! Da kommt es ihr bestimmt zugute, dass sie nächstes Wochenende das Ziel-Objektsuche-Seminar mitmacht! |
| Jazz kann es gar nicht fassen, dass auch Frauchen jetzt durch matschige Pfützen latscht und unter dichtes Unterholz krabbelt. Das ist doch mal was! |
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Zusammengefasst: Geocaching ist eine Schatzsuche oder auch Schnitzeljagd, die über den ganzen Erdball verbreitet ist. Geocachers suchen und/oder verstecken Schätze, eben die Geocaches, in der Natur, aber auch in Städten. Über die Sucherfolge oder sonstigen Erfahrungen wird im Internet berichtet. Unter Umständen befindet sich ein Geocache just unmittelbar in der Nähe von dort, wo man sich gerade aufhält!
Folgende Spielregeln gelten:
Falls ein Cache ein Tauschobjekt enthält, so sollte etwas mindestens Gleichwertiges hinterlassen werden.
Der eigene Besuch und das Auffinden sollte im Geocache-Logbuch eingetragen werden. Oft ist ein derartiges Mini-Logbuch der eigentliche, aufgefundene Schatz, deshalb Stift mit auf die Suche nehmen.
Der gefundene Behälter muss wieder am ursprünglichen Ort versteckt werden.
Die Erfahrungen sollen unter www.geocaching.com ins Netz gestellt werden.
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Wir haben inzwischen vier Schatzsuchen durchgeführt, zweimal waren wir erfolgreich! Und jeder Aufenthaltsort wird nun nach versteckten Schätzen im Internet kontrolliert Unglaublich, wo überall was zu finden ist, wenn man sucht. |
Ein wirklich lustiger Spaß, der Spaziergängen einen völlig neuen Inhalt gibt. Kein Wunder, dass sogar Prominente ihr Herz für diese Aktion entdeckt haben. So ist z.B. der Comedian Bernhard Hoecker ein bekennender Geocacher, der auf seiner Internetseite im Forum seinem Hobby einen eigenen Unterpunkt gewidmet hat.
http://www.bernhard-hoecker.de/forum/viewforum.php?f=20&sid=3a428ae083025184393973d0392b4b79
Uns gefällt es! Und wir suchen fleißig weiter. Die Schatz-Übersichtskarte signalisiert, dass es selbst in unmittelbarer Nähe noch eine Menge zu suchen gibt – außerdem stehen ja noch zwei unentdeckte Schätze aus!
In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!
